Einzimmerwohnung immer teurer

Ist der Auszug aus dem Hotel Mama noch leistbar?

Altbauwohnung Leerstand

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Der Auszug aus dem Elternhaus ist ein großer Schritt. Meist ist es der Wunsch, auf eigenen Beinen zu stehen, der die Sprösslinge in die Welt hinauszieht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 517 österreichischen Teilnehmern. Doch ist der Wunsch nach der eigenen Wohnung noch finanzierbar? Es gibt es einen deutlichen Anstieg der Mietpreise von Einzimmerwohnungen seit dem Jahr 2010.

Laut Umfrage von "Immobilienscout24" würden nur 4 Prozent der 18- bis 29-jährigen, die noch zu Hause wohnen, auch weiterhin am liebsten im Hotel Mama logieren. Obwohl mehr als zwei Drittel nicht mehr als 500 Euro berappen möchten, wünscht sich jeder Dritte eine Wohnfläche zwischen 60 und 80 Quadratmetern für das erste eigene Nest. Mit weniger als 40 Quadratmetern würde sich nur jeder Fünfte zufriedengeben. 
 
Wunsch und Wirklichkeit driften jedoch klar auseinander. Bereits bei einer nur halb so großen Einzimmerwohnung mit bis zu 40 Quadratmetern sind die Mietpreise in Wien, Salzburg und Linz seit dem Jahr 2010 um bis zu 28 Prozent angestiegen und liegen bei rund 400 Euro (netto ohne Betriebskosten). In der Studentenstadt Innsbruck müssen für durchschnittlich 30 Quadratmeter stolze 465 Euro bezahlt werden. Am günstigsten kann man in den Universitätsstädten derzeit noch in Graz für rund 300 Euro eine kleine Wohnung (rund 35 Quadratmeter) mieten.

Kontakt zu Eltern bleibt aufrecht
Der Wunsch nach Eigenständigkeit (33 Prozent) oder in Zukunft mit dem Partner Bett und Tisch zu teilen (30 Prozent) sind die häufigsten Gründe, warum junge Erwachsene die elterliche Wohnung verlassen möchten. Nur für sieben Prozent wäre ein WG-Zimmer die bevorzugte Wohnsituation. Aber immerhin 27 Prozent träumen vom eigenen Haus oder vom Eigenheim.

39 Prozent der Befragten hat die erste eigene Wohnung mit dem Partner bezogen. Doch nahezu jeder zweite "Nestflüchtling" (40 Prozent) besuchte das "Hotel Mama" anfänglich noch bis zu drei Mal die Woche. Töchter besuchen das Elternhaus aus Sehnsucht, Männer wollen Wäsche waschen lassen und Essen. Die Gründe für die Besuche sind also oft unterschiedlicher Natur. Die Mehrheit der Befragten (63 Prozent) besucht die Eltern einfach so, um sie wiederzusehen.

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