Altes Haus und Altbau

Kaufen und sanieren – was muss ich beachten?

Sanierung

Eine gründliche Sanierung bestehender Bausubstanz steigert die Wohnqualität erheb­lich.

Sanierung

Eine gründliche Sanierung bestehender Bausubstanz steigert die Wohnqualität erheb­lich.

Altbauwohnungen mit ihren hohen Wänden und Häuser aus vergangenen Jahrzehnten haben einen besonderen Charme. Aber nach dem Kauf braucht man Zeit und Geld, um alles wieder auf Vordermann zu bringen. Hier müssen Neubesitzer ein bisschen länger warten, bis sie einziehen können – und ein paar Dinge beachten.

Grundsätzlich sind renovierungsbedürftige Objekte günstiger zu haben. Das ist ideal für Leute, die handwerklich begabt sind oder die nicht alles sofort nagelneu haben müssen. So kann man nach dem Kauf zum Beispiel zunächst einmal das Erdgeschoß renovieren; der obere Stock kommt dann in zwei oder drei Jahren dran, wenn wieder etwas mehr Geld zur Verfügung ist.

Natürlich kann es auch sinnvoll sein, eine Wohnung oder ein Haus, in dem man schon zehn oder 20 Jahre wohnt, zu renovieren – wenn nötig, mithilfe eines Kredits.


Steigerung der Wohnqualität


Eine gründliche Sanierung bestehender Bausubstanz wird auf jeden Fall die Wohnqualität erheb­lich steigern. Beispielsweise zeigt sich der positive Effekt von Wär­medämm-Maßnahmen gleich in vielerlei Hinsicht. Durch eine verbesserte Fassadendämmung und den Austausch undichter Fenster und Türen steigt nicht nur die Be­haglichkeit enorm, es lässt sich auch in der Energiekostenabrech­nung bares Geld sparen. Und zwar mehr, als man vielleicht ahnt: Spe­ziell in Gebäuden, die zwischen 1945 und 1980 errichtet wurden, steckt ungeahntes Potenzial:

Eine Studie der Raiffeisen Bausparkasse zeigt auf, dass sich mit gezielter thermischer Sanierung bis zu 70 % an Energiekosten einsparen lassen. Während ein unsaniertes Objekt aus der Nachkriegszeit durchschnittlich 220 kWh/m2 verbraucht, kommt ein thermisch perfekt sanierter Altbau auf 25 bis 40 kWh/m2.

Aber selbst mit kleineren Sanierungsmaßnahmen lassen sich Wohn­träume verwirklichen. Die viel zu kleine, unbequeme Nasszelle lässt sich mit Sicherheit zur Badeoase umgestalten, und in einer neuen Wohnküche macht das Kommuni­zieren und Kochen gleich viel mehr Freude. Oder darf es vielleicht ein sonniger Wintergarten sein? Oder ein neues Kinderzimmer?

Genug Geld in die Hand nehmen
Was man auf jeden Fall bei der Finanzierung bedenken soll: Man braucht bei Sanierungen und Renovierungen fast immer mehr Geld, als man gedacht hat bzw. Handwerker veranschlagt haben. Denn es kann während der Arbeiten immer wieder zu kleinen Überraschungen kommen – das Verputzen dauert länger als geplant, weil die Wände so schief sind, oder unter der alten Terrasse versteckt sich eine ein Meter dicke Betonschicht von einer noch älteren Terrasse.

Oder man kommt auf Dinge, die so nicht geplant waren, aber aufgrund der aktuellen Bautätigkeit sinnvoll sind. Nach dem Motto: "Also, wenn wir hier ohnehin schon die ganze Wand für neue Stromleitungen aufstemmen, dann sollten wir eigentlich auch gleich die alten Wasserleitungen aus Eisen austauschen ..."

Eine Finanzierung sollte daher gut durchdacht und kalkuliert sein. Welche Angebote es zurzeit gibt und wie Sie das aktuelle Zinsniveau am besten nutzen können, erfahren Sie hier.

Förderungen für Sanierungen
Auf jeden Fall sollte man sich aber wegen möglicher Förderungen für Sanierungen erkundigen. Denn nicht nur beim Erwerb einer Immobilie, sondern auch bei notwendigen Modernisierungsmaßnahmen bietet die öffentliche Hand verschiedene Förderprogramme – ein regelrechter Förderdschungel.

Welche Förderungen es gibt, wie hoch diese sind und ob Sie Anspruch darauf haben – all das können Sie im Rahmen eines kostenlosen Förderchecks herausfinden.

Alle Informationen zu den Themen Wohnfinanzierung, Förderungen, Versicherung, Sanieren & Co finden Sie gesammelt im Raiffeisen Wohnmagazin.

Weiterführende Artikel zum Thema Immobilieneigentum:



Zurück zur Startseite: www.heute.at/wohnmagazin

Ihre Meinung