In russischem Knast

Pokémon Go-Spieler drohen sieben Jahre Haft

Pokémon Go-Thumb

(© Youtube)

Ein 22-Jähriger muss für seine Pokémon-Leidenschaft möglicherweise bitter bezahlen: Blogger Ruslan Sokolowski droht Gefängnis, weil er sich beim Spielen in einer Kirche gefilmt hat.

Die Anklage lautet auf Verletzung religiöser Gefühle und Anstachelung zum Hass: Am Montag musste sich ein 22-jähriger Blogger vor einem Gericht in Russland verantworten. Ruslan Sokolowski hatte sich in einer russisch-orthodoxen Kirche in Jekaterinburg bei der Jagd nach den bunten, virtuellen Monstern gefilmt.

Mehr als 1,6 Millionen Mal wurde der Clip auf Youtube seither abgerufen. Zu seiner Verteidigung brachte Sokolowski vor, er habe zwar "kritische und polemische Ziele" verfolgt, aber niemanden beleidigen wollen. 

Der Blogger saß bereits mehrere Monate in U-Haft und steht derzeit unter Hausarrest. Amnesty International bezeichnete den Fall um den jungen Monsterfänger als "Farce". Ein Urteil steht aus.

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