Weltweite Attacke

Erdogan-Fans hacken Profile und posten Hakenkreuz-Texte

Eines der Hacker-Opfer: der BVB

Eines der Hacker-Opfer: der BVB (© Twitter)

Mehr Fakten

Weltweite Hackerattacke von Erdogan-Fans

Weltweite Hackerattacke von Erdogan-Fans
Weltweite Hackerattacke von Erdogan-Fans

Eine weltweite Hackerattacke erschüttert am Mittwoch das Netz. Auf tausenden Twitter-Profilen, auch von bekannten Unternehmen, Vereinen und Prominenten, erschienen Hakenkreuze, Nazislogans und Drohungen sowie Erdogan-Sympathiebekundungen. Unter anderen betroffen: der Borussia Dortmund, Boris Becker, ProSieben und Amnesty international.

Mit NS-Vorwürfen werden in den tausenden Tweets vor allem die Niederlande nach dem Türken-Wahlkampf-Eklat und Deutschland nach der Einreiseverbots-Drohung beschimpft. Eine Vielzahl der Nachrichten beinhaltet einfach die Hashtags #Nazialmanya und #Nazihollanda mit einem Hakenkreuz-Symbol und dem übersetzten Satz "Wir sehen uns am 16. April". An diesem Datum findet in der Türkei das Referendum über Erdogans Machtausweitung statt.
Ted wird geladen, bitte warten...
Nachdem auf den zahlreichen Profilen wie jenem von Borussia Dortmund die hetzerischen Tweets erscheinen waren, meldeten sich die Profilinhaber zu Wort und berichteten über ihren Angriff. Vor allem bei niederländischen profilen wurden nicht nur Texte abgesetzt, sondern auch Videos vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gepostet und das Profilbild mit einer Türkei-Fahne hinterlegt.
Ted wird geladen, bitte warten...
Kurios: Die Erdogan-Fans nutzen eine Plattform der Meinungsfreiheit dafür, einen Politiker zu unterstützen, der genau diese einschränken will, so der Tenor im Netz. Abgesetzt worden sein dürften die Tweet über die App "The Counter", mit der schon mehrmals Angriffe auf Twitter-User durchgeführt wurden. Ein so großer Fall war aber bisher nie vorgekommen.

BILDER DES TAGES

29.03.2017: Anti-Brexit-Prozess
29.03.2017: Auch wenn die britische Premierministerin Theresa May den EU-Austrittsprozess Großbritanniens in die Wege geleitet hat, protestieren Bürger wie diese Frau vor dem Westminster Palace gegen diese Entscheidung.

Ihre Meinung

Diskussion: 9 Kommentare