Aufregung um Tagebuch

Stefanie Sargnagel nach Eklat auf Facebook gesperrt

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Sargnagels literarischer Leckerbissen mundete (fast allen).

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Sargnagels literarischer Leckerbissen mundete (fast allen).

Autorin Stefanie Sargnagel sorgte mit einem fiktiven, satirischen Tagebuch für Aufregung. Nach einem Kommentar der "Kronen Zeitung", in dem Sargnagel für dessen Inhalte und einem Stipedium dafür kritisiert wurde, brach eine Hetzkampagne in sozialen Netzwerken samt Polizeiermittlungen los. Nun wurde die Autorin sogar von Facebook gesperrt - sie vermutet, dass Hassposter ihr Profil lahmlegen wollten.

Kritisiert wurden Textstellen des Reisetagebuchs aus Marokko (Textteile wurden vom Standard veröffentlicht), in denen Sargnagel sowie die beiden mitreisenden Autorinnen Lydia Haider und Maria Hofer über Marihuana- und Alkoholkonsum berichten oder die vergebliche Suche nach Sex mit dem Satz "Der Kölner Hauptbahnhof hat echt zu viel versprochen" in Hinblick auf die sexuellen Übergriffe zu Silvester kommentieren.

Stefanie Sargnagel (beim Bachmannpreis)

Stefanie Sargnagel Bachmannpreis 40. Tage der deutschsprachigen Literatur
Stefanie Sargnagel
Besonderen Wirbel gab es auch zur Zeile, in der Sargnagel über eine Mitreisende schreibt: "Heute hat sie eine Babykatze zur Seite getreten mit der Behauptung, sie habe Tollwut, danach biss sie selbstzufrieden in eine vegetarische Crêpe." Nachdem das satirische Tagebuch medial aufgegriffen wurde, brach eine Welle an Hasspostings über Sargnagel herein, die mittlerweile auch die Polizei beschäftigen.
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Nachdem Sargnagel auf Facebook mit Vergewaltigung und Tötung gedroht wurde und die Autorin dies öffentlich machte, setzte es eine kuriose Konsequenz. Das soziale Netzwerk sperrte Sargnagel, laut ihrer eigenen Aussage für einen Monat. "ich bin 30 tage von facebook gesperrt weil fpö wähler und kroneleser mein profil gemeldet haben", so Sargnagel auf Twitter.

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