Germanwings-Todespilot

Virtueller Lynchmob hetzt gegen Andreas L.

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Diverse Gruppen zum Germanwings-Copiloten wurden am Donnerstag auf Facebook gegründet.

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Diverse Gruppen zum Germanwings-Copiloten wurden am Donnerstag auf Facebook gegründet.

In der global vernetzten Welt ist das Internet heutzutage oft das erste Ventil, um bei menschlichen Tragödien Dampf abzulassen. So auch nach dem Absturz der Germanwings-Maschine. Kurz nach Bekanntgabe, dass der 27-jährige Copilot Andreas L. den Flieger mutwillig gecrasht hat, zog auf Facebook und Twitter ein virtueller Lynchmob los.

Speziell auf Facebook entstanden zahlreiche Gruppen, in denen sich der Hass gegen den Copiloten, der allem Anschein nach für das Unglück verantwortlich war, entlud. Obwohl die letzten Momente im Cockpit noch immer nicht restlos geklärt sind, wird geschimpft und gehetzt. Vermutlich zum allergrößten Teil von Leuten, die nicht direkt von dem Unglück betroffen sind.
Doch auf manchen Facebook-Stammtischen kippt die Stimmung. So wird den Gründern der Hass-Portale Pietätlosigkeit und Respektlosigkeit den Opfern gegenüber vorgeworfen. Traurigerweise werden auch Personen, die durch Zufall den gleichen Namen wie der Copilot haben, auf Facebook mit Hass-Botschaften bombardiert.
Doch das Hetzen in der vermeintlichen Anonymität des Internet kann mitunter auch eine strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. In der Vergangenheit kam es wegen ähnlichen Fällen schon zu einigen Verurteilungen.

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