Aston Martin Vantage Volante

Der Gentlemen-Express für Prinzen und Agenten

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Aston Martin Vantage Volante

In "Der Hauch des Todes" ("The Living Daylights") fährt James Bond einen Aston Martin Vantage Volante mit Raketenantrieb. Die käufliche Variante sah natürlich etwas anders aus.

Prince Charles war nie offiziell Produktentwickler bei Aston Martin. Doch als er sich in den 1980er-Jahren einen Aston Martin Volante mit der Vantage-Technik, aber ohne die entsprechenden Karosserieattribute bestellte, schuf er ein neues Produkt, das fortan "Prince of Wales Specification" genannt wurde.

Ausgeliefert wurde diese Version immerhin 27 Mal. Es spricht für den Geschmack des Prinzen, die üppige Technik im schlankeren Kleid der "normalen" Volante-Variante zu verpacken.

Am Anfang stand der Aston Martin DBS
In den späten 1960er-Jahren erkannte Aston Martin, dass man einen starken V8-Motor brauchte, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Mit dem Aston Martin DBS sollte dieser neue Motor eingeführt werden, doch 1967 musste der völlig neu gestaltete DBS bei der Vorstellung mit dem alten Sechszylinder vorfahren – der neue Motor war noch nicht bereit. Der DBS wies ein glattflächiges Design auf und überragte seinen Vorgänger DB6 vor allem in der Breite massiv.

Zwei Jahre später konnte dann der V8-Motor eingebaut werden, der Wagen nannte sich nun DBS V8. Im April 1972 wurde die Front überarbeitet, der Wagen musste fortan auf das DBS verzichten und wurde schlicht als V8 geführt.

Der Überhammer Vantage
Im Jahr 1977 führte Aston Martin den V8 Vantage ein, der sich durch umfangreiche Modifikationen an Chassis, Motor und auch am Design vom "normalen" V8 unterschied. Mit dem Vantage konkurrierte Aston Martin direkt mit den Supersportwagen seiner Zeit (von null auf 100 km/h in 6,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 267 km/h).

Am Rande sei erwähnt, dass der Vantage nur mit Handschaltgetriebe erhältlich war, da die bei Aston eingesetzte Automatik dem hohen Drehmoment nicht standhalten konnte.

Nach acht Jahren dann oben ohne
Nach Einstellung des DB6 Volante hatte Aston Martin kein Cabriolet mehr im Angebot. Umso erfreuter reagierte die Klientel – darunter Prince Charles –, als im Juni 1978 eine offene Version des V8, wiederum Volante genannt, präsentiert wurde.

Designer Edgar Towns hatte die Konversion mit viel Feingefühl gestaltet. Zwar ragte das Verdeck im offenen Zustand etwas hoch in die Luft und auch der Kofferraum war in der Größe geschrumpft, doch kompensierte das neue Frischluftvergnügen diese Nachteile problemlos. Mit rund 300 PS war der Volante das wohl schnellste viersitzige Cabriolet, in dem tatsächlich vier Leute sitzen konnten, seiner Epoche.

Mehr Leistung
Für gemütliches Cruisen reichte die Leistung des Standard-Volante eigentlich vollständig aus. Trotzdem wurde an der Birmingham Motor Show des Jahres 1986 der Vantage Volante vorgestellt, kraftstrotzend und mit Spoilern, Schwellern und breiten Kotflügeln.

Die Optik war allerdings nicht nach jedermanns Geschmack und so kam es eben zur Bestellung des englischen Thronfolgers, der zwar die überschwängliche Kraft des Vantage, aber die Optik des normalen Volante wollte.

Luxus, Stil und viel Kraft
Der Wohlfühlfaktor ist enorm. Kein Wunder, dass Prince Charles den V8 Volante liebt. Zwar ist das Fahrzeug recht groß und die Bedienungskräfte nicht unerheblich, trotzdem schwelgt man an Bord im Luxus. Dazu gehört auch das manuelle Wechseln der Gänge mit dem Fünfganggetriebe, das die klanglichen Qualitäten des V8-Motors gut unterstützt. Kraft ist ohne Ende vorhanden und dank beachtlicher Servounterstützung lenkt sich der Wagen ohne Bärenkräfte. Viel stilvoller kann man kaum vorfahren.

Weitere Infos zum Aston Martin V8 Vantage Volante gibts auf www.zwischengas.com.

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