Am Preis gescheitert

Enthüllt: VW hätte fast Opel gekauft!

Adam Opel AG in Ruesselsheim

Der Opel-Blitz hätte beinahe Konkurrent Volkswagen gehört.

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Adam Opel AG in Ruesselsheim

Der Opel-Blitz hätte beinahe Konkurrent Volkswagen gehört.

Am Montag kaufte der PSA-Konzern (Peugeot, Citroen) Opel - doch vor ein paar Jahren hätte der neue Eigentümer beinahe Volkswagen geheißen! Der Deal scheiterte aber schlussendlich an den Preisvorstellungen des nunmehrigen Ex-Besitzers General Motors.

Die Geheimgespräche waren laut Bild am Sonntag Ende 2012 gestartet. VW bestätigt dies, während GM dementiert und Opel keinen Kommentar abgeben wollte. Letzteres ist wenig verwunderlich, denn Heerscharen von Opel-Fans hätten sich wohl vor den Kopf gestoßen gefühlt, wenn man plötzlich zum großen - und manchmal auch verhassten - Rivalen gehören würde.

Volkswagen hatte konkrete Pläne entwickelt, wie man den defizitären Konkurrenten erfolgreich in den eigenen Konzern integrieren hätte können: Der Corsa sollte auf Polo-Plattform, der Astra auf Golf-Plattform produziert werden. 

Der damalige VW-Boss Martin Winterkorn hatte sogar bereits die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel von den Plänen informiert. Sie begrüßte den Deal, denn die Arbeitsplätze der Opel-Mitarbeiter schienen unter VW-Führung deutlich sicherer als unter General Motors.

Im Jahr 2014 sah es nach einer Einigung aus, doch es hakte an Patenten, die General Motors gehören, jedoch in Opel-Modellen steckten. Der Preis im Milliardenbereich - eine genau Zahl ist nicht bekannt - war dann Volkswagen jedoch zu hoch und die Wolfsburger stiegen aus den Verhandlungen aus. PSA hat nun Opel inklusive der Tochtermarke Vauxhall um 1,3 Milliarden Euro erhalten.

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