Abenteuerlicher Start

Die PS Vita-Empfehlung - Uncharted: Golden Abyss

Uncharted: Golden Abyss

Nathan Drake am Abgrund (© GamingXP / Sony)

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Gefeierter Klassiker

Mit dem heutigen Verkaufsstart von Sonys Handheld PS Vita stellt sich natürlich auch die Frage, welche Spiele aus dem Launch-Lineup besonders attraktiv sind. Wir haben zum Start eine nicht wirklich überraschende Empfehlung: „Uncharted: Golden Abyss“. Der erfolgreiche PS3-Abenteurer Nathan Drake überzeugt auch bei seinem Handheld-Debüt, das ein Prequel zur bislang dreiteiligen Hauptreihe darstellt. Gehen Sie mit uns auf Abenteuer um zu erfahren, warum wir das so sehen.

Zuerst eine kurze Einführung für Nicht-Kenner: Die „Uncharted“-Reihe nahm im November 2007 mit dem PS3-Erstling ihren Anfang und hat Spielefans mit nicht zu schweren, aber fesselnden Mix aus Abenteuer, Romanze und Action in den Bann gezogen. Besonders der zweite Teil „Uncharted 2: Among Thieves“ gilt als ein absolutes PS3-Highlight, der aktuellste Ableger „Uncharted 3: Drake's Deception“ war einer der Top-Titel 2011 für die Sony-Konsole. Klar also, dass die Erwartungen an den bei Sony intern entwickelten Handheld-Ableger groß sind.

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Zu den Anfängen
Der Held von „Uncharted: Golden Abyss“ ist ein vergleichsweise junger Nathan Drake, in einer Zeit vor den Abenteuern, die ihn auf der PS3 bekannt gemacht haben. Jason Dante, ein alter Freund , nimmt den Entdecker in den mexikanischen Urwald mit, um dort sagenhafte Funde auszuheben, die sich rund um ein 400 Jahre altes Massaker einer spanischen Expedition angesammelt haben. Wir lernen recht schnell die findige Marisa Chase kennen, Enkelin eines verschwundenen Archäologen. Sie traut Dante nicht ganz, gibt an, er würde Drake nur benutzen. Als dann die drei Abenteurer von General Guerro und seinen Männern verschleppt werden, ist die tolle Geschichte erst am Anfang …

Ein Blick aus Nathan Drakes PS Vita-Abenteuer. (© IGN / Sony)

Das Gameplay erinnert sehr an klassische „Uncharted“-Spiele. Sie springen und hangeln sich in der Gegend umher – wobei das Spiel Touchscreen ebenso wie hinteres Touchpad der PS Vita gut in die Steuerung einbindet –, spielen Indiana Jones, weichen Fallen aus und müssen nebenher immer wieder Feinde mit der Waffe oder der bloßen Faust ausschalten. Per Bewegungssteuerung suchen Sie Ihr Motiv mit der Kamera oder Ihr Ziel mit dem Fadenkreuz des Scharfschützengewehrs. Gezoomt wird mit dem Touchpad auf der Rückseite. Finden Sie interessante Gravuren, so pausen Sie diese mit einem Kohlestück per Reiben auf dem vorderen Touchscreen ab.

Geheimnisse und Sammelwut
Während Sie der Hauptgeschichte rund um die spanischen Truppen und den ermordeten Ureinwohnern folgen, decken Sie insgesamt zwölf Geheimnisse auf. Diese werden aber erst nach und nach klarer, da Sie zahlreiche Gegenstände finden und Fotos schießen müssen, um passende Beweise zu sammeln. Erfahrene Spieler ahnen bereits, dass es sich hier um einen Artefakt-Overkill handeln muss, es sind teilweise wirklich schon zu viele Gegenstände und man fragt sich, wo Drake alle Steine, Kohlezeichnungen, Uhren, Medaillen einstecken kann.

Neben den Gegenständen für das Lösen der Rätsel sammeln Sie übrigens auch Beute von erledigten Gegnern sowie Schätze in Form von Edelsteinen auf. Es wäre auch nicht Drake, wenn das Auffinden der Geheimnisse so einfach wäre: Manchmal müssen Sie sich schon der Machete behelfen, um das Unterholz zu durchschneiden oder Leinen zu teilen und dann Verstecke zu entdecken. Die Steuerung der Kamera und unseres Protagonisten klappt mit den beiden Analog-Sticks gut, wenn auch die Sticks an sich etwas größer sein könnten.

Klug und schön
Damit ist nicht nur Marisa Chase gemeint, sondern auch das Spiel. Ersteres bezieht sich speziell auf die Gegner: Egal, ob Sie im Dschungel sind oder sich in einem brennenden Haus befinden, Guerros Truppen sind überall und zögern gar nicht lange, um auf Sie und Ihre meist weibliche Begleitung zu schießen. Dabei verhalten sich die Gegner ziemlich clever, gehen in Deckung und schleichen sich an, bis Sie sich nur noch mit der bloßen Hand wehren können – wozu sie die Bewegungen am Bildschirm nachzeichnen müssen.

Schön ist das Spiel, wie wir schon in Vorschauen erwähnt haben, grafisch. Denn „Uncharted: Golden Abyss“ spielt die grafischen Vorteile der PS Vita toll aus: Vom Detailgrad über die Farbgewalt bis hin zu den Settings wurde der Titel einem „Uncharted“ würdig gestaltet. Auch die Dialogsequenzen sind mit guten Kamera-Fahrten und schönen Kino-Sequenzen umgesetzt worden. Die Musik wiederum passt sich jeweils der Handlung dynamisch an, vom gefährlichen Poltern beim Kampf bis hin zu melodischen Klängen bei Flirt-Szenen wird alles geboten. Leider sind Soundeffekte – es fällt der Bass und vor allem die Authentizität.

Schattenseiten
Leider hat „Uncharted: Golden Abyss“ auch dunkle Seiten. So wurde von Entwickler-Seite her auf einen Multiplayer verzichtet, was nicht optimal für die Verbreitung der PS Vita sein dürfte: Käufer werden sich fragen, warum es nicht einmal einen einfachen Multiplayer à la „Wellen-Angriffe“ gibt. Dass man per Kamera-Feature eigene Fotos im Album abspeichern kann, ist nett – nur leider fehlt eine Sharing-Funktion beispielsweise für Facebook. Und ohne eine zusätzliche Speicherkarte (proprietär von Sony um bis zu 50 Euro) kann man gar nicht spielen ...

Freilich zählt bei den PS Vita-Spielen vor allem, wie gut oder schlecht die jeweiligen Vita-Features umgesetzt wurden. Als Launch-Titel kann hier „Uncharted: Golden Abyss“ sehr gut punkten, richtet sich aber klar und selbst im harten Schwierigkeitsgrad eher an die Casual-Gamer: Das Gameplay wird durch die Steuerungs-„Spielereien“ bereichert, aber in seinem Kern verwässert. Doch muss man sagen: „Golden Abyss“ ist ein sehr guter, kaufenswerter Launch-Titel, der in keiner Vita-Sammlung fehlen darf und der den Namen mit Würde trägt.

22.02.2012  |  - Februar 2012



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