Indizienprozess

Bruder erschossen: Klären Sex-SMS alles auf?

Banker Andreas Sch. (45) sitzt in U-Haft

Banker Andreas Sch. (45) sitzt in U-Haft

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Banker Andreas Sch. (45) sitzt in U-Haft

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Die Strafe für Mord ist bis zu lebenslange Haft; wer grob fahrlässig tötet, muss nur höchstens drei Jahre ins Gefängnis. Im September 2015 hat Banker Andreas Sch. (45) seinen Stiefbruder Eric J. (41) durch einen Kopfschuss getötet. Heute steht er vor Gericht.

Großer Medienrummel um den Prozess, bei dem  ein Banker seinen Stiefbruder erschossen hat . Heute steht er in Korneuburg (NÖ) vor Gericht.

Der Indizienprozess wird spannend. Denn der Angeklagte sagt, er habe damals – schwer betrunken – dem Verwandten seine Pistole zeigen wollen und versehentlich abgedrückt. "Ein Unfall", ist für seinen Spitzenanwalt Rudolf Mayer klar. Für die Anklage indes war’s eine vorsätzliche Tat. Motiv: rasende Eifersucht. Denn auch nach der Scheidung sei der Banker von seiner Ex (einer Staatsanwältin) nicht losgekommen und habe auf ihrem Handy anzügliche SMS des Bruders entdeckt.

Verteidiger Mayer schüttelt den Kopf: "Reine Spekulation. Die Brüder waren in derselben Bank beschäftigt. Aber kein Kollege hat je was von der angeblichen Eifersucht bemerkt." Und: "Die Ex hatte tatsächlich eine neue Beziehung – aber mit einem Polizisten."

BILDER DES TAGES

23.03.2017: London-Attacke
23.03.2017: Polizist Keith Palmer starb bei der Terrorattacke in London. Kollegen legen für ihn am Tatort Blumen nieder.

 

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