Antrag im Landtag

Team Stronach NÖ will Namen von Sex-Tätern veröffentlichen

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Ernest Gabmann stellte den Antrag im Landtag – er wurde abgelehnt.

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Ernest Gabmann stellte den Antrag im Landtag – er wurde abgelehnt.

Ein vom Team Stronach in NÖ gestellter Antrag im Landtag sorgte jetzt für Aufsehen: Die Abgeordneten wollen die "Veröffentlichung von Sexualstraftätern" nach dem Vorbild der USA.

"In Österreich werden jährlich etwa 800 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs bekannt. Die Dunkelziffer beträgt mehr als das Zehnfache", heißt es in dem Antrag, der von der FP gestützt und in der Landtagssitzung diskutiert wurde. Nach dem Vorbild der USA – genauer gesagt Texas – wolle man, dass "die Namen und Adressen von rechtskräftig verurteilten Sexualverbrechern im Internet veröffentlicht werden."

"Sich an Kindern und Frauen zu vergehen, gehört zu den abscheulichsten Verbrechen. Wer dies tut, hat sein Recht auf Anonymität verspielt", sagte Klubobmann Ernest Gabmann im Zuge der Diskussion.

Auf "Heute"-Anfrage erklärt Gabmann: "Meiner Meinung nach haben unsere Bürger das Recht zu wissen, wer Gewaltverbrechen gegen die Schwächsten in unserer Gesellschaft begangen hat."

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Auch die Tatsache, dass "in Österreich manche Eigentumsdelikte mit höheren Strafen geahndet werden, als der Missbrauch von Kindern, ist unverantwortlich und nicht länger zu akzeptieren", so die Landtagsabgeordneten.

Der Antrag wurde nach einer hitzigen Debatte abgelehnt.

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