Politisches Nachspiel

Karate-WM droht ein Minus von 700.000 Euro

Karate-WM ein Finanzdebakel

Es kamen viel zu wenig Zuschauer.

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Karate-WM

Karate-WM ein Finanzdebakel
Es kamen viel zu wenig Zuschauer.

Zu wenig Zuschauer, zu wenig Sponsoren, zu wenig Einnahmen, aber ein Schuldenberg von rund 700.000 Euro. Die Karate-WM 2016 in Linz entwickelt sich zum Debakel, zumindest finanziell. Während den beiden Organisatoren der finanzielle Ruin droht, prüft nun das Sportministerium, wie es zu dem Desaster kommen konnte.

Die ganze Weltmeisterschaft stand unter keinem guten Stern.  Wie die "Krone" berichtet, kamen statt 25.000 Zuschauern nur 10.200, die Sponsoreneinnahmen beliefen sich auf 46.000 Euro, budgetiert waren 200.000 Euro und für das Catering musste eine 120.000 Euro teure Küche angeschafft werden.

Damit droht ein finanzielles Minus von 700.000 Euro – und das müssen wohl die beiden Organisatoren tragen. Denn die haben das Event über einen gemeinnützigen Verein organisiert und eine solidarische Privathaftung abgegeben – über 400.000 Euro. 

Politisch könnte es aber auch noch Handlungsbedarf geben. Weil Bund, Stadt und Land Oberösterreich jeweils 400.000 Euro beigetragen haben, stellt sich die Frage, wer denn dann am Ende die Schulden begleichen muss. Am Montag fand im Sportministerium eine Krisensitzung dazu statt.

Die Linzer Sportstadträtin Karin Hörzing dazu: "Das waren Gespräche auf Beamtenebene. Mehr kann ich derzeit noch nicht sagen." Klar sei aber, dass die Stadt ihre Pflicht erfüllt habe und nicht für das Minus aufkommen wird.

Das Sportministerium wird in den kommenden Tagen alle Unterlagen genau prüfen und dann entscheiden, ob Bund und Land Oberösterreich zumindest einen Teil des Defizits ausgleichen können. "Das soll sehr schnell passieren, weil alle, auch die Organisatoren, eine Klärung wollen", sagt Landessportdirektor Gerhard Rumetshofer.  

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