Demos am 1. Februar Wien

Massive Proteste gegen FPÖ-Ball angekündigt

Massive Proteste gegen FPÖ-Ball angekündigt

Heinz-Christian Strache bei seiner Rede beim WKR-Ball 2012. Mit einer Sitzblockade in der Herrengasse wurde den Besuchern der Zutritt erschwert. (© APA/Heute.at)

Heinz-Christian Strache und Demo gegen WKR-Ball
Heinz-Christian Strache bei seiner Rede beim WKR-Ball 2012. Mit einer Sitzblockade in der Herrengasse wurde den Besuchern der Zutritt erschwert.
Am 1. Februar findet in der Wiener Hofburg der von der FPÖ veranstaltete "Akademikerball" statt. Kritiker sehen darin eine Fortsetzung des umstrittenen Burschenschafterballs, der nach Protesten nicht mehr in der Hofburg stattfinden darf. Auch für dieses Jahr sind zahlreiche Demonstrationen angekündigt.

Demo gegen WKR-Ball

DEMONSTRATION GEGEN WKR-BALL
Demonstriert wurde am Ball des Wiener Korporationsringes (WKR)
Schon immer galt der Ball des "Wiener Korporationsrings" (WKR) als Veranstaltung, bei der sich die extremen Rechten, wie Vertreter der deutschen NPD, Europas versammeln. Dass der Ball im Vorjahr ausgerechnet am 27. Jänner, offiziell der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, stattfand, führte zu massiven Protesten. Bis zu 8.000 Demonstranten gingen auf die Straßen, um gegen Rechtsradikalismus zu demonstrieren (siehe Fotoshow).

Dies veranlasste Heinz-Christian Strache dazu, die Besucher des Balls als "neue Juden" zu bezeichnen ("Heute.at" berichtete), was einen Sturm der Entrüstung nach sich zog. Bundespräsident Heinz Fischer weigerte sich darauf, dem Rechtspopulisten für seine zehnjährige Tätigkeit als Abgeordneter einen Orden zu verleihen.

Kulturstadtrat kritisiert "Akademikerball"
Aufgrund der massiven Proteste darf der "WKR-Ball" nicht mehr in der Hofburg stattfinden. Prompt sprang die FPÖ als Veranstalter ein und richtet am kommenden Freitag den "Akademikerball" in der Hofburg aus. "Die handelnden Personen sind vielfach mit denen des WKR-Balls ident", kritisiert Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Für den SPÖ-Politiker ist der "Akademikerball" eine Fortsetzung des "WKR-Balls", nur unter anderem Namen. Die Veranstaltung sei "anmaßend und rufschädigend".

Auch in diesem Jahr wurden Proteste angekündigt. Wie im Vorjahr wird es zwei Demonstrationszüge geben. Um 17 Uhr startet eine Demo bei der Hauptuniversität, um 18 Uhr die zweite am Europaplatz. Mit Bussen werden Demonstranten auch aus den Bundesländern und aus dem Ausland anreisen. Die FPÖ bezeichnet die Demos als "peinlich".
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2 Kommentare
unbekannt Newcomer (5)

Antworten Link Melden 0 am 30.01.2013 10:48

Ich bin absolut dagegen, daß die Hofburg ein Treffpunkt der extremen Rechten wird, aber ich verstehe nicht, warum die Tradition des WKR Balles nicht trotzdem bestehen bleiben kann.

Hualing Routinier (12)

Antworten Link Melden 1 am 28.01.2013 21:34

Die "Sozialdemokraten" haben wohl gänzlich vergessen, dass diese Bewegung ihren Ursprung in der burschenschaftlichen Revolution hat!
Ein ruhmreiches Kapitel dieser Partei ist auch die Sperre der Grenze zur Tschechei, über einige Wochen, während der Vertreibung, was den vermeidbaren Tod vieler Vertriebener zur Folge hatte! Aber es sind ja lauter "Gutmenschen" mit so etwas ähnlichem wie einen "Charakter", oder???

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