Skandale und Kostenexplosion

Darum wurde Janßen gefeuert

Abflug für KAV-Chef Udo Janßen

Abflug für Udo Janßen: Pilot R. Holzinger und der Ex-KAV-Chef vor einem Rettungsheli.

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Abflug für KAV-Chef Udo Janßen

Abflug für Udo Janßen: Pilot R. Holzinger und der Ex-KAV-Chef vor einem Rettungsheli.

Der KAV-Chef sollte das Spitalswesen reformieren und den Bau des Krankenhauses Nord reibungslos über die Bühne bringen. Doch die dortige Kostenexplosion, mangelhaftes Controlling, der Ärztestreit und frustrierte Mitarbeiter wurden Janßen nun zum Verhängnis.

Seit November 2014 stand der Deutsche Udo Janßen an der Spitze des Krankenanstaltenverbunds (KAV). Schon kurz nach seiner Bestellung kam es im Frühjahr 2015 zum ersten Skandal: Janßen wohnte zum Sozialtarif in einer Wohnung im Schwesternturm in Ottakring. Mietkosten pro Monat: 96 Euro bei einem kolportierten Monatsgehalt von 24.000 Euro.

Im Vorjahr ging es weiter abwärts: Der Rechnungshof warf Janßen mangelhaftes Controlling vor, dazu kamen hohe externe Beratungskosten: Von 2012 bis 2015 wurden angeblich 48 Millionen Euro dafür ausgegeben. Weitere Vorwürfe: Sein Führungsstil würde sich negativ auf die Mitarbeiter auswirken und es gebe keine Zielvorgaben. Bei Einkäufen gebe es völliges Chaos. Dazu kam die Kostenexplosion beim Bau des Krankenhauses Nord. 

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