Weltkulturerbe für Wien in Gefahr

Eislaufverein: Österreich droht Downgrade auf Irak-Status

Heumarkt Winterrendering

Das Areal am Heumarkt wird neu gestaltet. Das umstrittene Hochhaus wird nun niedriger, das Hotel Intercontinental (li.) abgerissen.

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Das "Historische Zentrum der Stadt Wien" könnte wegen des Areals um den Eislaufverein auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten kommen. Die "Alliance For Nature" warnt in einer Aussendung: Eine Aberkennung würde dem Ruf der Musik- und Kulturmetropole schweren Schaden zufügen.

 
In ihrer Stellungnahme zur geplanten Umwidmung des Areals Eislaufverein – Hotel InterContinental richtet die Umweltorganisation "Alliance For Nature", die wesentlich zum Beitritt der Republik Österreich zur internationalen UNESCO-Welterbe-Konvention beigetragen hat, einen dramatischen Appell an die politischen Verantwortlichen der Stadt Wien (Bürgermeister, Vizebürgermeister, Stadträte etc.),
  • sich an die Bestimmungen der UNESCO-Welterbe-Konvention und deren Richtlinien zu halten
  • Bedenken der UNESCO ernst zu nehmen
  • deren Empfehlungen nachzukommen
  • und keine Beschlüsse zu fassen, die den Welterbe-Status des „Historischen Zentrums der Stadt Wien“ in Frage stellen oder gar gefährden.
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Denn vor Aberkennung des Welterbe-Status könnte die UNESCO das "Historische Zentrum der Stadt Wien" auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten setzen. Dadurch würde die Republik Österreich – möglichweise über Jahre hindurch – am internationalen Pranger der Staaten­gemeinschaft stehen und in einer Reihe von Ländern wie Afghanistan, Irak und Demokratische Republik Kongo gelistet sein.
 
Schaden auch für Tourismus
Eine Aberkennung des Welterbe-Status, wie es dem Dresdner Elbtal widerfahren ist, würde dem Ruf der Musik- und Kulturmetropole Wien zusätzlich schweren Schaden zufügen, da sich viele Touristen – vor allem aus dem asiatischen Bereich – bei der Auswahl ihrer Destinationen oftmals an der UNESCO-Welterbe-Liste orientieren. Welche Konsequenzen sich daraus für den Tourismus der Stadt Wien und jenen der Republik Österreich ergeben würden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum abschätzen.

Petition FÜR Areal
Die Befürworter des Projekts zur Neugestaltung des Heumarkt-Areals melden sich nun öffentlich zu Wort: Auf der neu eingerichteten Plattform www.heumarkt-neu.at/unterstuetzen// haben bis Freitag mehr als 450 Einzelpersonen ihre Argumente für das Projekt abgegeben – Privatpersonen ebenso wie Fachleute aus Architektur, Design, Kultur, Sport oder Tourismus.

Die Meinungen reichen von einem schlichten "Projekt ist super" bis zu ausführlichen Darlegungen der unterschiedlichen Vorteile für Stadtbild, Stadt-Nutzung und der Funktion als Zentrum für Sport, Musik und Erholung. 

Wertinvest-Geschäftsführerin Daniela Enzi: "Wir haben im Rahmen unseres Info-Points im Februar im Hotel Intercontinental so viele positive Meinungen gehört, und wollten diesen Personen eine Möglichkeit bieten, sich mit ihrer spezifischen, persönlichen Sicht der Dinge zu artikulieren".


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