Im Verhältnis zu Einwohnern

EU-Asylzahlen: Österreich auf Platz drei

Mit Mehrfach-Identitäten erschlichen sich Flüchtlinge Geld

Die Zahl der Flüchtlinge ist 2016 leicht gesunken. (© Reuters)

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EU-Asylzahlen 2016

Anzahl der in den EU-Mitgliedstaaten registrierten erstmaligen Asylbewerber
Anzahl der in den EU-Mitgliedstaaten registrierten erstmaligen Asylbewerber

Eurostat hat die offiziellen Asylzahlen der EU-Staaten im Jahr 2016 veröffentlicht. Im Verhältnis der Asylwerber zur Einwohnerzahl liegt Österreich auf Platz drei, insgesamt wurden hierzulande am fünftmeisten Asylwerber aufgenommen. Allerdings hat sich die Zahl der erstmaligen Asylwerber in Österreich im Vergleich zu 2015 halbiert, während sie in Deutschland stark angestiegen ist.

Im Jahr 2016 kamen 1,2 Millionen Asylwerber und somit nur knapp weniger als im Vorjahr (1,26 Millionen) in die EU. 39.860 Asylwerber wurden in Österreich registriert. Das bedeutet Platz fünf hinter Deutschland (722.265), Italien (121.185), Frankreich (75.990) und Griechenland (49.575).

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt Österreich mit 4.587 Asylwerbern pro eine Million Einwohner jedoch hinter Deutschland (8.789) und Griechenland (4.625) auf Rang drei.

In Österreich ging die Zahl der erstmaligen Asylwerber von 85.505 auf 39.860 zurück. Die meisten kamen aus Afghanistan (11.500), Syrien (8.730) und dem Irak (2.735).

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Vielerorts Rückgang, mehr erstmalige Asylwerber in Deutschland
Die Entwicklungen in den einzelnen EU-Ländern sind unterschiedlich. Im Nachbarland Ungarn gingen sie sogar von 174.435 auf 28.215 und in Schweden von 156.110 auf 22.330 zurück. In Deutschland stieg die Zahl der erstmaligen Asylwerber hingegen von 441.800 auf 722.265 an. 

Rund 30 Prozent der 2016 in der EU erstmals registrierten Asylwerber stammt aus Syrien. 80 Prozent der 334.800 erstmals registrierten Syrer kamen nach Deutschland. 15 Prozent der Asylwerber kamen aus Afghanistan, auch hier war Deutschland mit 70 Prozent Hauptzielland.


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