Schulautonomie

Feilschen um Gagen für "Super-Direktoren"

Lehrergewerkschafter Kimberger; Bildungsministerin Hammerschmid (SP)

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Lehrergewerkschafter Kimberger; Bildungsministerin Hammerschmid (SP)

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Die Gewerkschaft hat am Donnerstag dem Schulautonomie-Paket nicht zugestimmt, macht aber die Tür auf für weitere Verhandlungen. Das Gesetz geht am Freitag trotzdem in die Begutachtung.

Es wurde nicht das erhoffte grüne Licht. Die Lehrergewerkschaft lässt die Bildungsministerin weiter zappeln. "Es gibt keine Zustimmung", sagte Lehrergewerkschafter Paul Kimberger nach internen Sitzungen am Donnerstag. Damit hängt das Schulautonomie-Paket, das 2017/18 in Kraft treten soll, weiter in der Luft.

Die Kritikpunkte:

Schulcluster/ Bildungscampus: Zwei bis acht benachbarte Schulstandorte sollen sich zusammenschließen können. Die Gewerkschaft spricht hier von Zwang. "Versprochen wurde das Gegenteil", so Kimberger im "Kurier".

Unterrichtsorganisation: Die Schule kann autonom festlegen, welche Fächer in welcher Gruppenbesetzung unterrichtet werden. Direktoren sollen selbst entscheiden können, welche Lehrer aufgenommen werden. Die 50-Minuten-Stunde soll fallen. "Das Autonomiepaket wird uns bei den täglichen Problemen in der Schule nicht helfen", sagt Kimberger. Es fehlen Sprachförderung und Integrationsmaßnahmen.

"So ist das für uns nicht akzeptabel." Trotzdem: Das Gesetz geht am Freitag in Begutachtung, die Gewerkschaft findet das okay, weil ihr die Ministerin danach weitere Verhandlungen versprochen hat. "Jetzt kommt Schwung in die Bildung – und das keine Sekunde zu früh", sagt Sonja Hammerschmid.

Erst am Ende der "ergebnisoffenen Begutachtung" (© Lehrergewerkschafter Paul Kimberger) will die Gewerkschaft endgültig entscheiden. "Es werden Stellungnahmen kommen, dass der Regierung die Ohren wackeln werden", kündigt Kimberger an.
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