Dienstanweisung

"bfi" verbietet als erstes Unternehmen Kopftuch im Job

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Das Bildungsinstitut "bfi", führend in der Erwachsenenbildung, ist wohl das erste Unternehmen in Österreich, das seinen Mitarbeitern das Tragen von religiösen Symbolen, beispielsweise Kopftuch, verbietet. Direkt nach dem EuGH-Urteil am Dienstag ging die interne Dienstanweisung raus.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs wurde mit Spannung erwartet. Als die Richter in Luxemburg entschieden, dass Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuches verbieten dürfen, reagierte das Bildungsförderungsinstut "bfi" sofort. Als wahrscheinlich erstes Unternehmen in Österreich verbietet es das Kopftuch im Job.

Noch am selben Tag ging eine Dienstanweisung raus: Um die Neutralität zu gewährleisten, sind Symbole aller Religionen ab sofort verbannt. Dazu zählt das Kopftuch genauso wie die Nonnentracht, die Kippa und das Kreuz in den Kursräumen.

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Dabei will man sich aber nicht falsch verstanden wissen, wie der steirische bfi-Chef Wilhelm Techt gegenüber der "Kleinen Zeitung" erklärt. Derzeit habe man mehr als 1.000 Migranten in den Kursen. "Wir bekennen uns zur Willkommenskultur, wollen diesen Menschen aber auch unmissverständlich unsere westliche Kultur, unsere Werte vermitteln", so Techt.

Wer nicht will, der fliegt
Trainerinnen und Mitarbeiterinnen sollen als Vorbild wirken und die Mädchen ermutigen, auf das Kopftuch zu verzichten. Muslimische Trainer müssen Frauen auch ohne Kopftuch respektieren, ihnen die Hand geben und in die Augen schauen. Wer diese Vorgaben nicht befolgt, dem droht die Kündigung.

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