Durchimpfungsrate zu gering

Traurig: Österreich ist auf dem Weg zum Masern-Rekord

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Bis 1. März gab es in Österreich bereits 64 Masernerkrankungen. Das ist vergleichsweise viel: "Wir sind auf dem besten Weg, das Spitzenjahr von 2015 zu erreichen", so der Wiener Impfspezialist Herwig Kollaritsch.

Der Grund für das "Masern-Problem", wie es Kollartisch nennt, ist die zu geringe Durchimpfungsrate. Zwar haben 92 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen die erste Impfung erhalten, aber nur 82 Prozent haben auch die notwendige zweite Dosis geimpft bekommen. Sechs Prozent in dieser Altersgruppe sind gar nicht geimpft. Das sind etwas mehr als 20.000 Kinder.
Ideal wäre eine 95-prozentige Durchimpfungsrate. Davon ist Österreich weit entfernt. Die 64 Fälle, die heuer allein bis 1. März registriert wurden, deuten darauf hin, dass das Jahr 2017 zu einem Rekordjahr in Sachen Masenerkrankungen werden könnte.

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Während Österreich auch im Jahr 2016 mit einer Platzierung unter den Top-Masern-Ländern in Europa nicht gut da stand, war das Jahr 2015 mit insgesamt 309 Erkrankungen bisher das Schlimmste.
Keine ungefährliche Krankheit
Dass Masern in der Gesellschaft immer noch als ungefährlich gelten, stört Kollaritsch. Eine Masern-Infektion schwächt nicht nur das Immunsystem längerfristig, sondern kann auch schwere Komplikationen wie die subakute sklerosierende Panenzephalitis (tödliche Gehirnentzündung) haben.

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