Kampf um Frauenrechte

Umstrittenes "Abtreibungsschiff" muss Guatemala verlassen

Abtreibungsschiff Women on Waves Archivbild

Das niederländische Schiff der Frauenorganisation "Women on Waves" auf einem Archivbild.

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Abtreibungsschiff Women on Waves Archivbild

Das niederländische Schiff der Frauenorganisation "Women on Waves" auf einem Archivbild.

Präsident Morales hat das Militär angewiesen, die ausländischen Mitarbeiter einer Frauenorganisation aus dem Land zu verweisen. Sie haben kostenlose Abtreibungen vorgenommen.

Guatemala will die Besatzung eines Schiffs, darunter auch einen Österreicher, ausweisen, die in internationalen Gewässern kostenlose Abtreibungen vornimmt. Neben der Crew müsse auch das von der niederländischen Nonprofit-Organisation Women on Waves betriebene Schiff die Gegend verlassen, hieß es in einer am Freitag verfügten Anordnung des für Einwanderungsfragen zuständigen Büros.Schwangerschaftsabbrüche sind in Guatemala illegal. Das Gesetz erlaubt es der Regierung zudem, als Gefahr für nationale Interessen und die Sicherheit empfundene Ausländer auszuweisen.

Anweisung von höchster Stelle
Vor der jüngsten Maßnahme hatte das guatemaltekische Militär das Team von Women on Waves daran gehindert, Frauen für Abtreibungen vom am Pazifischen Ozean gelegenen Hafen Quetzal abzuholen. Dort befindet sich auch das Schiff. Das Militär hatte sich bei seinem Vorgehen auf Anweisungen von Präsident Jimmy Morales berufen.

Die Sprecherin von Women on Waves, Leticia Zenevich, hatte zuvor erklärt, das Schiff habe Guatemala als erstes Land in Lateinamerika angesteuert, weil dort die Frauenorganisationen stark seien. In einem Blogeintrag kündigte die Organisation an, die Ausweisungsanordnung anzufechten. Man habe nichts Illegales getan, erklärte sie.

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